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Klara
Dienstag, 14. Januar 2020
Sex: Explained - Folge 2
Donnerstag, 8. August 2019
Pride 2019
Das hat mich wieder motiviert weiterzumachen und ich nehme mir vor, mindestens 1x im Monat nen Post zu schreiben.
das sind Veranstaltungen, die weltweit stattfinden, auf denen die Vielfalt von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten offen gefeiert wird. Also alle "nicht-heteros" und "nicht-cis**"-Menschen zeigen da mit Stolz (=Pride), dass sie eben so sind wie sie sind.
Oft gibt's eine Parade, in der auch mit Regenbogen geschmückte Wagen durch die Stadt fahren und anschließend eine große Party.
Es war UNGLAUBLICH toll!
Ich war einfach 100% ich selbst und das in der Öffentlichkeit!!
Lesben, Schwule, Bisexuelle, Pansexuelle, Nonbinaries, Trans*Menschen,......
Und JA! Auch andere Asexuelle waren dabei!!
Ich freu mich schon drauf den zu sehen!
Es war richtig schlimm nach der Parade und dem Feiern, wo man von unzähligen Regenbögen umgeben war, wieder in die normale, graue Welt einzutauchen. Ich würde lieber in einer Stadt leben, in der durchgehend alle so offen und gut drauf sind wie bei der Pride.
Sonntag, 17. Juni 2018
Mut, Hilfe & Dankbarkeit
Einige waren "okay" mit Schwulen und Lesben, fanden aber alles was darüber hinaus ging (Bi/Pan/...) nicht glaubwürdig und "zu viel".
Der erste Vorschlag, den ich fand war AVEN. Das "Asexual Visibility and Education Network". Das ist ein Netzwerk, das über Asexualität aufklären und darauf aufmerksam machen will. AVEN gibt's auch auf Deutsch, war aber offensichtlich nicht in meinen ersten paar Google-Ergebnissen dabei.
Ich habe immer wieder das Erlebnis, dass ich einen Satz sage wie "über das hab ich mal einen Blogeintrag geschrieben!" und positiv überrascht wurde, wenn mein Gesprächspartner mit "ja, stimmt. Den hab ich gelesen!" antwortet.
Mir ist wirklich micht bewusst, wie viele meiner Freunde (und hoffentlich auch Familienmitglieder) meinen Blog verfolgen! Und ich möchte euch aufrichtig für eure Unterstützung danken! :)
Ich habe erkannt, dass es in meinem Leben schon seit Jahren asexuelle Personen gab! Und jüngere "Queers" sind mit ihren Fragen zu mir gekommen und wollten von mir unter anderem Tipps zu Outings der Familie gegenüber hören.
Happy Pride Month! :)
Samstag, 3. Februar 2018
Asexualität ist nicht leicht.
Asexualität ist nicht leicht.
Es ist nicht leicht, zu denken, dass etwas mit dir nicht stimmt,
nur, weil du das Wort noch nie gehört hast.
Es ist nicht leicht von etwas umgeben zu sein, an dem man nicht interessiert ist.
Es ist nicht leicht, zu akzeptieren, dass man nicht kaputt ist.
Asexualität ist nicht leicht.
Es bedeutet, keine Repräsentation zu haben.
Es bedeutet, sich erklären zu müssen, jedes mal wenn man sich outet,
nur, weil Menschen das Wort noch nie gehört haben.
Es bedeutet, gefragt zu werden, wie man ohne Sex leben kann,
Es bedeutet, sehr persönliche Fragen gestellt zu bekommen,
aber sie trotzdem zu beantworten, weil Repräsentation wichtig ist.
Es bedeutet, gesagt zu bekommen, dass 1% keine bedeutende Zahl ist.
Es bedeutet, Menschen glauben dir nicht.
Asexualität ist nicht leicht.
Es ist nicht leicht, gesagt zu bekommen, dass man nicht lieben kann,
oder gesagt zu bekommen, dass das A (in LGBTQIA+) für "Ally" [=Verbündeter] steht.
Asexualität bedeutet, nicht vollkommen als "queer" anerkannt zu werden,
oder als "straight" [=hetero]
Es bedeutet, gesagt zu bekommen, dass man noch nicht die richtige Person gefunden hat,
und gefragt zu werden, wie man sich sicher sein kann, wenn man es nie probiert hat.
Es ist nicht leicht, von etwas umgeben zu sein, das einem unangenehm ist.
Es ist nicht leicht, sich schuldig zu fühlen, weil man sich nicht gleich am Anfang einer Beziehung geoutet hat.
Es bedeutet, nach Repräsentation zu fragen und alles über LGBT zu erfahren.
Asexualität ist nicht leicht.
Es bedeutet, Menschen verstehen dich nicht,
oder Menschen versuchen nicht einmal, dich zu verstehen.
Es bedeutet, Menschen dringen in deine Privatsphäre ein,
und missachten deine persönlichen Grenzen.
Es bedeutet, schmutzige Witze nicht zu verstehen,
und es bedeutet, peinlich berührt zu sein, wenn jemand dir einen Witz erklärt, den du verstanden hast,
oder jemand, der dir sagt, dass du es nicht verstehen kannst, weil du asexuell bist.
Asexualität ist nicht leicht.
Es bedeutet, sich schuldig zu fühlen, weil man ist, wie man ist,
und Angst zu haben, dass ein Outing Beziehungen zerstören wird.
Es bedeutet, anders behandelt zu werden, nachdem man sich geoutet hat,
weil du es bist.
Es bedeutet, Menschen erzählen es anderen, bei denen du dich nicht geoutet hast,
weil es keine große Sache ist.
Aber es ist eine große Sache für mich.
Asexualität bedeutet, das Wort zu finden,
es bedeutet, seine Identität zu finden und sich sofort kaputt zu fühlen.
Aber zu wissen, dass man damit klar kommen muss.
Es bedeutet, Freunde werden sich unwohl fühlen, weil du dich damit identifizierst.
Es bedeutet, gesagt zu bekommen, dass man sich selbst belügt.
Asexualität ist nicht leicht.
Aber das bin ich.
Ich bin es.
Und ich bin stolz darauf, asexuell zu sein.
Hier findet ihr den originalen Text:
http://thehumorousace.tumblr.com/post/167925580211/asexuality-is-not-easy
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Wann?
Nachdem ich vor kurzem einen Artikel darüber gelesen habe, dass wir (dringend) bessere asexuelle Charaktere in Serien und Filmen brauchen (Artikel-Link). Habe ich die darin empfohlene Serie Riverdale angefangen.
Laut dem Artikel gibt es in der Comic-Vorlage zur Serie einen offen asexuellen und a- bzw. Demiromantischen Charakter.
Zu Beginn der Serie wirkt der Charakter auch sehr aroace (=Kurzform von aromantisch + asexuell), doch leider ändert sich das gegen Ende der 1.Staffel.
Dass er demiromantisch (und auch demisexuell) ist, kann man zwar noch nicht ausschließen - zum Glück!! - aber asexuell ist für mich leider keine Möglichkeit mehr.
Ich habe daraufhin einer Freundin geschrieben, die auch Riverdale schaut und ihr meine Enttäuschung geschildert. Außerdem wurde dieses Thema auch gestern auf einer aroace-Facebookseite diskutiert.. Sowohl meine Freundin, als auch Leute auf der Facebookseite haben versucht mich mit dem Argument "Demisexuell ist noch nicht ausgeschlossen" aufzuheitern, aber leider hilft mir das nur wenig.
Nach einem Alien, einem Vampir, zwei Soziopathen und einem Zeichentrickcharakter (Doctor Who, Shadowhunters, Sherlock & Big Bang Theory, Bojack Horseman) wäre Jughead aus "Riverdale" die erste Chance gewesen, einen menschlichen (zwar auch psychisch nicht komplett gesunden, aber nah genug dran) offen asexuellen & aromantischen Charakter zu haben mit dem ich mich (zumindest was den sexuellen Teil angeht) identifizieren kann.
Cole Sprouse, der Jughead in der Serie verkörpert, war von Anfang an dafür, den Charakter so wie in den Comics darzustellen. Anscheinend hatte er deswegen sogar Gespräche mit den Produzenten. Aber leider hat man nicht auf ihn gehört. Bisher - wie er sagt - aber später ist es für mich nur noch eine Art Schadensbegrenzung.
Diese Woche ist "Asexual Awareness Week" - also eine Woche die dazu da ist, mehr Aufmerksamkeit für meine sexuelle Orientierung zu schaffen.
Und ich fand das ist genau der richtige Zeitpunkt für diesen Eintrag.
Als jemand, der in der Medienbranche arbeitet, bin ich ziemlich enttäuscht davon, wie meine Sexualität einfach übersehen oder ignoriert wird. Im besten Fall werden wir von "Freaks" repräsentiert, unsere Sexualität ist Folge einer Krankheit und kann ZUM GLÜCK geheilt werden (danke, Dr. House) oder enden als dummer Witz einer Comedyserie.
Ich freue mich wirklich auf den Tag, an dem ein menschlicher Charakter, der Freunde und sein Leben mehr oder weniger im Griff hat, das Wort "asexuell" verwendet, um sich bei jemandem zu outen. Damit das passiert müssen wir allerdings noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen!
Aber ich bin hoffnungsvoll dass wir das schaffen!
...nur wann?
Edit: nachdem ich heut noch mehr darüber nachgedacht habe und auf Charaktere hingewiesen wurde, die als asexuell gesehen werden können, möchte ich folgendes noch hinzufügen:
Ich denke, es gibt bereits (menschliche) asexuelle Charaktere in Filmen und Serien. Nur, solange die Menschen nicht offen darüber reden, dass sie keine sexuelle Anziehung spüren, kann man sich dessen nicht sicher sein.
Und am allerbesten wäre es natürlich, wenn endlich mal Charaktere damit anfangen würden das Wort "ASEXUELL" zu verwenden. Ansonsten können sie nämlich immer noch missverstanden werden.



